Was Trumler schon wußte ... Hundespeichel heilt

  • Das Hundespeichel Wunden besser heilen läßt, las ich schon vor 35 Jahren in den Büchern von Trumler ... hier nun eine Begründung dazu


    http://www.wienerzeitung.at/th…rankheiten-in-Wunden.html


    Aktuell wurde das Thema bei mir, weil Zoey gestern meine große Schürfwunde am Schienbein, die ich mir im Wald zugezogen hatte, akribisch gesäubert hat ...

  • Als Kind habe ich bei Wunden auch unser damaligen Cockerspaniel säubern lassen, bis jemand meinte: ih das enthält viele Bakterien, aber bei mir heilten die Wunden gut, und ein Hund hat ja dieser Instinkt dies zu tun.
    Lg Judith

  • Danke für die Warnung, Birgit. Hab ich nicht vor :rofl:

  • Das Hundesabber antiseptisch ist erkläre ich meiner Großmutter auch schon seit Jahren :D . Der ekelts immer wenn die Hunde über das Gesicht meiner Kinder schlabbern :bah: .


    Ein Hundebiss entzündet sich auch nicht so schnell, im Gegensatz zum Katzenbiss oder auch der Menschenbiss. Da sollte man sofort zum Arzt.

  • Ein Hundebiss entzündet sich auch nicht so schnell, im Gegensatz zum Katzenbiss oder auch der Menschenbiss. Da sollte man sofort zum Arzt.


    Da muss ich widersprechen. Ich habe schon mehrere schlimme Hundebisse gesehen. Und auch mehrmals hatten wir Patienten, die sofort nach einen kleinen Biss kamen und bei Wiedervorstellung war auch diese entzündet.
    Wobei das Schlimmste, was ich gesehen habe, wirklich ein Katzenbiss war, da konnte man schön auf die Sehnen in der Hand schauen :hust: Aber die Hundebisse hätte ich auch nicht haben mögen :nee:

  • Also bei uns in der Notaufnahme bekommen die Menschen sofort Antibiotika nach einem Hundbiss rein vorsorglich. Und ich habe auch schon bemerkt, dass die sich schön entzünden können. Was ja nun eigentlich gegen das oben Geschriebene spricht. Warum das so ist, dass der Speichel auf der einen Seite antiseptisch wirkt aufgrund seiner Zusammensetzung und die Bisse sich entzünden auf der anderen Seite, kann ich nur mutmaßen. Und bevor ich falsche wissenschaftliche Thesen in die Welt setze, lasse ich das mal.
    Aber wen es beruhigt, Menschenbisse sind nich gefährlicher :-O

  • ein Bekannter von uns ein Polizist wurde von einem Mensch gebissen das war so schlimm der lag 4 Wochen im KH und auch Blutvergiftung .
    Genau so kann man sich ja nicht vorstellen das man mit Maden Wunden heilt meiner Schwiegermutter habn sie so das offene Bein kuriert in einer Klinik und mit Bienehonig

  • Das mit den Maden hat ja die gleiche Ursache. Während sie die Wunden reinigen, in dem sie abgestorbenes Fleisch fressen, geben sie gleichzeitig ein Enzym mit dem Speichel ab, dass die Wundheilung fördert.
    Genau wie die Blutegel. Wobei es hier eher auf die Durchblutung gerichtet ist. Aber letztendlich hat es immer was mit dem Speichel und seinen Enzymen zu tun.

  • Vorsicht, hier lesen Mediziner mit ;-)


    Das Gefährliche an Bissen welcher Ursache auch immer ist v.a. die TIEFE der Wunde. Dann können sich Bakterien, die im Speichel bzw. noch genauer beschrieben, auf den Zähnen vorhanden sind (sog. Anaerobier) unter Luftabschluss hervorragend vermehren, und an solche Keime kommt eine Hundezunge nicht ran. Da gibts dann ganz böse Vereiterungen, Abszesse bis hin zu Knochenhautentzündungen und noch Schlimmerem.
    Und das Wissen um genau diese Keime hindert mich dran, an Wunden herumlecken zu lassen.


    Allerdings, eine Ausnahme gibts..... Habe ich eine ordentlich verschmutzte Wunde und grad keine andere Möglichkeit, sie mit Wasser zu reinigen (Flasche oder Bach), dann reicht provisorisch wirklich der eigene Speichel, allerdings nicht mit dem Finger auftragen, sondern ablecken ;-) oder vielleicht etwas weniger ungustig, draufspucken und mit einem sauberen Taschentuch abtupfen, bis es einigermaßen sauber ist. Allerdings, sobald man Zugang zu Wasser hat, sollte man damit nochmal gut drüberschwemmen ;-). Auch man selbst hat "gern" solche Keime im Mund (Zahntaschen).


    Achja, nochwas... Die Keimzahl auf den Zähnen ist wesentlich höher als im Speichel, der ja ständig frisch gebildet wird, DAS macht einen Biss ebenso so gefährlich...

  • ja ich habe den Trumler auch gelesen, und das ist mir in Erinnerung geblieben.
    Manchmal hört man ja hysterische Kommentare wenn man den eigenen Hund mal an einer kleinen Schürfwunde schlecken läßt, oder der Hund selbst eine kleine eigen Verletzung mit Lecken behandelt.
    Ich war da schon immer gelassen, nicht erst seit Trumler.
    Wenn ich unterwegs bin nehme ich auch Spucke und mache einen Kratzer sauber, oder sauge ihn aus.


    Allerdings habe ich durch einen Biss von Geronimo auch schon mal eine schlimme Entzündung am Daumen bekommen.
    Das war allerdings auch eine tiefe Verletzung, und da hat auch kein Hund danach daran geleckt.
    Ich vermute die übelsten Keime hängen an den Zähnen bzw. in den Zahntaschen.

  • Nun, ein Biß ist, wie Monika und einige andere schon geschrieben haben, nochmal eine andere Kategorie. An den Zähnen bzw, in den Zahntaschen sind bestimmt Keime genug. Es geht glaube ich, rein um das Ablecken von oberflächlichen Schürfwunden oder generell der Haut ...

  • Habe des noch nie gehört. Finde es aber höchst intressant und auch einleuchtend und werde es mir merken.
    Wobei natürlich Ablecken und Reinigen einer Wunde absolut nix mit einem Hundebiß zu tun hat.
    Ich denke, der Speichel ist i.O. die Probleme haften an den Zähnen an.

  • Hallo,


    also ich habe mehrere Bisswunden (von Hunden) am Körper, die sich jedesmal
    so richtig entzündet haben und ich mit der Heilung wochenlang zu tun hatte :bah:


    Abschlecken - egal in welcher Form - wird von uns nicht geduldet :Nein:

    Wir hatten einen Nachbarn, der mittlerweile an Krebs verstorben ist. Er bekam
    Chemotherapien ohne Ende. Sein Hund, der ihn ständig abschlecken durfte,
    ist ein paar Monate vor ihm verstorben.
    Dieser Hund hat elendig leiden müssen, denn seine Leber war angegriffen.
    Der Hund hat die Giftstoffe, die über die Haut ausgeschieden wurden, aufgenommen.
    Als das Tier bereits erkrankt war, hat selbst der TA ihn darauf aufmerksam gemacht
    und ihm erklärt, dass das für den Hund tödlich enden kann.
    Der TA hätte sich auch eine halbe Stunde mit der Wand unterhalten können, der
    Mann war völlig beratungsresistent.


    Ich glaube, dass unsere Hunde uns auch lieben, auch wenn sie uns nicht abschlecken
    dürfen ;-)